Zum 500-jährigen Jubiläum beackert die Linke das verschollene Geschichtsfeld des Bauernkrieges wieder und versucht, dieses für ihre jeweilige Politik nutzbar zu machen. So wird 1525 zum ahistorisch-linken Anliegen als Kampf gegen Ausbeutung von Mensch und Natur, die Fürsten von damals mit den “gottlosen Tyrannen” von heute gleichgesetzt und die Ahnen der Aufständischen als Agrarkapitalisten verschmäht. Was sieht die Linke in den Bauern von 1525 und wie blickten Marxisten wie Georg Lukács, Karl Kautsky und Ernst Bloch – neben Marx und Engels – auf den Bauernkrieg?
