Das Digitale im kapitalistischem Zeitalter

Ob es darum geht, die ganze Erde zu kartieren oder alle Freundschaften der Welt zu organisieren – im digitalen Kapitalismus werden Algorithmen zur wichtigsten Maschine, Daten zum essenziellen Rohstoff und Informationen zur Ware Nummer eins. Zur Frage nach dem Neuen im alten Kapitalismus referiert Timo Daum Autor von „Das Kapital sind wir“, welches 2018 mit dem Preis des politischen Buches der Friedrich Ebert-Stiftung ausgezeichnet wurde.

Die EU als autoritärer Wettbewerbsetatismus – am Beispiel der Migrationspolitik

Die EU ist in der Krise. Wie genau sich diese Krise beschreiben lässt und welche politischen Entwicklungen zu der jetzigen Situation geführt haben wollen wir uns gemeinsam mit euch erarbeiten. Dafür greifen wir zurück auf Gramscis Hegemonietheorie und den Begriff des Wettbewerbsetatismus, den Lukas Oberndorfer entwickelt hat. Anschließend schauen wir uns an wie sich die theoretischen Erkenntnisse beispielhaft auf die europäische Migrationspolitik anwenden lassen und diskutieren was das für widerständige Perspektiven auf die europäische Union bedeuten kann.

Agrarwende in Bewegung – ein Netzwerk für Ernährungssouveränität in Leipzig?

Für eine klimagerechte Welt braucht es eine Veränderung von Ernährungs- und Agrarpolitik. Deshalb wollen wir die Vernetzung, das Wissen und die Organisierung rund um das Thema „Ernährungssouveränität“ im Raum Leipzig verstetigen. Was können wir tun, z.B. anknüpfend an die Nyéléni-Bewegung und andere Bündnisse? Als ersten Schritt schlagen wir einen Lesekreis, inkl. Lektüre-Ideen, vor, der als Grundlage für eine Organisation dienen kann.