Awareness

Egal in welchen Kontexten wir mit mehreren Menschen zusammenkommen, gesellschaftliche Machtverhältnisse sind ein Teil davon. Regelmäßig erleben wir Grenzüberschreitungen, verschiedene Formen von Gewaltausübungen und diskriminierende Verhaltensweisen. Auf Grund dieser und als Reaktion auf diese strukturellen Probleme gibt es mittlerweile „Awareness“. Awareness soll ein Schritt in die richtige Richtung darstellen, und zwar in Richtung einer kollektiven Verantwortungsübernahme. Diese Form von solidarischer Praxis zu etablieren ist ein kleiner Teil davon, wie wir gesellschaftliche Veränderung erreichen können.

Damit die KEW einen Raum bilden kann, der für möglichst Alle offen und zugänglich ist, in welchem sich alle austauschen und politisieren können, braucht es Strukturen, welche versuchen Diskriminierung und grenzüberschreitendem Verhalten entgegenwirken. Ganz konkret versuchen wir deswegen, euch zwei Anlaufstellen anzubieten, an welche ihr euch wenden könnt, solltet ihr selbst von diskriminierendem/grenzüberschreitendem Verhalten betroffen seid oder solches beobachtet:

  1. Das Couch-Café auf dem Innenhof des (Haupt-)Campus Augustusplatz. Dort werden entweder Menschen vor Ort sein, welche als unterstützende Awarenesspersonen fungieren oder ein direkter Verweis auf unsere Mailadresse.
  2. Sollte keine Awarenessperson verfügbar sein und/oder du in diesem Moment ungern ein persönliches Gespräch führen möchtest, schreib uns gerne eine Mail an awareness@kew-leipzig.de

Leider können wir nicht bei allen Veranstaltungen vor Ort sein. Deshalb sind wir auf eure Hilfe angewiesen. Awareness geht uns alle (!) etwas an und nur wenn jede*r Einzelne aktiv Verantwortung übernimmt und sich mit den überall existierenden und präsenten Machtverhältnissen auseinandersetzt, können wir diesen etwas entgegensetzen, sie verändern, abbauen und Räume schaffen, in denen sich alle wohlfühlen.

Was uns als Orgateam allerdings wichtig ist zu sagen: Wir sind keine professionellen Awaremesspersonen. Die Menschen, welche die Schichten übernehmen werden, arbeiten anhand eines ausgearbeiteten Awarenessleitfaden basierend auf Konzepten von Initiativen. Wir tun, was wir können, um so einen safer space zu schaffen. Es dient als Schritt in die Richtung einer solidarischen Gesellschaft, ist aber leider noch nicht die gesellschaftliche Veränderung.

Wir hoffen ihr habt viel Spaß bei den verschiedenen Veranstaltungen, Soliabenden und offenen Plena!

Solidarische Grüße, wir sehen uns im Rahmen der KEW